“Correctiv” und MH17 – eine Analyse

Analyse des Berichts von Correctiv zum Abschuss von MH17

von www.friedenskalender.de / Ulrich Sommer

Stellen Sie sich vor, zwei Kämpfer, ein blauer und ein orangefarbener, bekämpfen sich mit Feuerwaffen. Sie detektieren sich mit einem Radarsystem, welches nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten unterscheiden kann, worüber sie beide in diesem Szenario Kenntnis hätten.
Während nun der blaue Kämpfer einen Angriff auf den orangefarbenen Kämpfer starten würde, würde er sich bewusst hinter einem Zivilisten verstecken, wissend, dass dies den Zivilisten das Leben kosten könne. Und so käme es; Der orangefarbene Kämpfer erkenne den Angriff und schieße in Richtung des blauen Kämpfers, würde aber nicht diesen treffen, sondern den Zivilisten erschießen, den der blaue Kämpfer bewusst als Schutzschild missbraucht hätte. Der blaue Kämpfer würde nun lauthals schreien: “Du hast den Zivilisten ermordet, Du hast den Zivilisten ermordet!” Aber in Wirklichkeit wäre der blaue Kämpfer für den Tod des unbeteiligten Zivilisten verantwortlich, weil er diesen bewusst als Schutzschild missbraucht hätte und weil der orangefarbene Kämpfer beim Erkennen der Waffe des blauen Kämpfers vorhersehbar in Richtung des Zivilisten hätte schießen müssen.
So würde zumindest ich das beschriebene Szenario bewerten.
Und das beschriebene Szenario ist nichts anderes, als das, was nach meinem Ermessen bildlich gesprochen das “Recherchebüro Correctiv” in seiner Veröffentlichung vom 09.01.2015 als “zweifelsfrei erwiesene” Realität zum Abschuss der MH17 am 17. Juli 2014 herausgefunden zu haben vermeldet. Am Ende des sehr langen Artikels, den vermutlich nur wenige zu Ende gelesen haben werden, schreiben die Autoren von Correctiv auch folgerichtig, dass in ihrem Szenario keine der beteiligten Parteien ohne Schuld für die Katastrophe sei. Diese Erkenntnis ignorierend vermelden Sie jedoch gleich zu Beginn ihrer Meldung, den Nachweis für die Schuld der Russen erbracht zu haben. Diese Deutung wird dann auch begierig von allen großen Medien so übernommen. Ein Schelm, wer darin ein übergeordnete Absicht zu erkennen vermeint? Ein sauberer Stil ist es in keinem Fall, zumal Correctiv die Veröffentlichung durch emotional geladene persönliche Vorstellung einzelner Opfer ausschmückt und somit die Berichterstattung künstlich in die Länge zieht.

Welche Rolle diese Meldung in den Zahnrädern der Politik einnimmt und ob dieses Szenario tatsächlich die Realität beschreibt sind weitere Fragen, die im Folgenden eingehender erörtert werden sollen. Beginnen wir noch einmal der Reihe nach:

Eine Veröffentlichung des Recherchebüros “Correctiv” vom 09.01.2015 kam zu dem Ergebniss, dass die Boeing 777, MH17 der Malaisian Airlines am 17.Juli 2014 direkt von Russischen Militärs durch eine BUK-Rakete vom Boden aus abgeschossen worden sein müsse. Ihre Rechercheergebnisse lägen diesen Schluss zwingend nahe.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung auf https://mh17.correctiv.org lag unmittelbar vor der Entschließung des europäischen Parlaments zur Entsendung von Waffen an die ukrainische Regierung am 18.01.2015 (http://www.heise.de/tp/artikel/43/43888/1.html), welche wiederum unmittelbar von dem wiederaufleben schwerster Kämpfe zwischen der Ukraine und den Separatisten gefolgt worden waren (http://www.heise.de/tp/artikel/43/43897/1.html).

Die Schieflage der Verantwortlichkeiten

Bemerkenswert ist somit, bevor wir noch den Wahrheitsgehalt dieser Meldung untersuchen, dass ein vergleichsweise kleines “Recherchebüro” heiße Kartoffeln aus dem Feuer holt, wohingegen die Interssengruppen, die so tun, als wäre die Schuldfrage schon längst zu ungunsten Russlands und / oder der Separatisten geklärt, eben diese Recherchen bislang unterlassen haben.

Die amerikanische Regierung, die Bundesregierung, die NATO und andere Regierungen agieren auf Basis einer unterstellten Schuld Russlands mit härtesten Bandagen gegen Russland und machen sich nicht die Mühe, diese Schuldfrage auch nur halbwegs adäquat zu klären, agieren somit ohne jegliche verlässliche Basis. Sie sind Konfliktpartei und sie wären der Weltöffentlichkeit eine adäquate Begründung, einen Beweis für die tatsächliche den Russen vorgeworfene Schuld, schuldig.

Dabei wurden an der Unglücksstelle keine ernsthaften Untersuchungen durch eine der westlichen Mächte durchgeführt, gleichwohl nach allen bekannten Meldungen eine Unterstützung durch die Separatisten in dieser Frage absolut gegeben gewesen wäre.
Die Blackbox wurde ordnungsgemäß an die Engländer übergeben und mit einer fadenscheinigen Begründung wird der Weltbevölkerung das Ergebnis der Untersuchungen verweigert.
Die zwei Awacs-Flugzeuge der Bundeswehr, welche zum Unglückszeitraum in der Region flogen hatten zum Unglückszeitpunkt MH17 nicht mehr auf dem Schirm. Sie hatten zwar Signale eines Flugabwehrsystems (“SA-3 GOA”; Siehe http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/10/11/abschuss-mh17-bundesregierung-entlastet-rebellen/), welches die Russen jedoch gegenwärtig nicht mehr verwendeten, die Ukraine hingegen schon. Die genaueren Aufzeichnungen einschließlich aufgezeichneter Funksprüche bleiben weiterhin unter Verschluss.

Wenn also das “Recherchebüro Correctiv” das bisherige Fehlen ausreichender Recherchen moniert, so unterschlagen die Reporter dem Leser die Tatsache, dass dies insbesondere eine in sträflicher Weise unerfüllte Pflicht des Westens gewesen wäre diese Recherchen anzustellen, zumindest aber das bekanntermaßen vorhandene Beweismaterial wenigstens der Weltöffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Der Westen einschließlich der Ukraine steht schließlich einerseits selber im dringenden Verdacht, die Tat begangen zu haben, andererseits aber begründet der Westen seinerseits gravierende Maßnahmen jenseits der Legalität (beispielsweise Kontensperrungen, Sanktionen) und Kriegshandlungen mit dem unbegründeten Tatvorwurf gegen Russland und die Separatisten.

Vor diesem Hintergrund kann es eigentlich gar nicht die Aufgabe eines kleinen “Recherchebüros” sein, diese Rechtfertigung im Zuge privat organisierter Recherchen zu liefern. Die können dies zwar tun, sie können damit aber nicht die verantwortlichen Staaten aus der Pflicht nehmen, ihr Tun mit wirklichen Beweisen zu begründen, was diese weiterhin verweigern.

Soviel erst einmal vorab zur von Vorneherein gegebenen Schieflage im Hintergrund der Veröffentlichungen von Correctiv. Correctiv verweist zu Beginn seiner Veröffentlichung auf die bislang nicht erfolgten Recherchen von anderer Seite, erwähnt hier aber nicht die sträfliche Unterschlagung von Beweismaterial insbesondere durch die westliche Seite.

Gesetzt, die Thesen von Correctiv träfen zu…

Eine weitere dringende Fragestellung soll noch erörtert werden, bevor wir uns dem Wahrheitsgehalt der Analysen von Correctiv zuwenden. Sehen wir uns hierfür genauer an, was Correctiv behauptet, zweifelsfrei heraus gefunden zu haben und wie es eingangs dieses Artikels in dem bildlichen Szenario vorab ausgeführt worden war. Correctiv greift nämlich in seiner Analyse eine ganze Reihe von Tatsachen auf, die in der Vergangenheit insbesondere zur Belastung der Ukraine vorgebracht worden waren und die diese in der Tat schwer belasten:

– Die Separatisten waren unmöglich in der Lage, ein BUK-System eigenständig zu bedienen, so dass die unmittelbare Täterschaft der Separatisten an sich gemäß der Thesen von Correctiv ausgeschlossen wäre. Diese oft vorgebrachte Aussage bestätigt somit das “Recherchebüro Correctiv”, womit eine unmittelbare Täterschaft durch die Separatisten ausgeschlossen wäre. Diese Aussage sollte in jedem Falle zutreffen und wurde in der Vergangenheit von vielen Experten untermauert.
Correctiv schließt daher dass Russland die Systeme und die Soldaten geliefert haben sollte, die dann den Abschuss vorgenommen hätten. es ist an dieser Stelle anzumerken, dass auch Correctiv keine Beweise für diese These liefern kann. Bis heute sind die Westmächte trotz fortgesetzter entsprechender Anschuldigungen gegen Russland jeglichen Beweis eines direkten Engagements Russlands oder direkter Waffenlieferungen durch Russland der Öffentlichkeit schuldig geblieben. Auch an dieser Stelle sei angemerkt, dass vor dem Hintergrund der schweren Konsequenzen, die die Westmächte aus diesen unbewiesenen Anschuldigungen ziehen, die Recherchearbeit eines “kleinen” Recherchebüros, welches zudem ebenfalls keine Beweise liefern kann, beim besten Willen keine Begründung für die Fortsetzung dieser Konsequenzen sein können.

– Auch Correctiv geht nicht davon aus, dass die Russen absichtlich die Boeing 777 abschießen wollten. Vielmehr bestätigt Correctiv in seiner These die Aussage, dass Militärmaschinen der Ukraine die Boeing flankiert hätten, um diese als Schutzschild mit knapp 300 Geiseln für ihren Kampf gegen separatistische Panzer zu verwenden. Correctiv geht zudem davon aus, dass es den russischen Militärs, die das BUK-System einschließlich der Funktechnik laut dieser These bedient hätten, nicht in der Lage gewesen wären, zwischen einer Boeing und einem Kampfflugzeug zu unterscheiden. Diese Annahme wird zwar von vielen Experten nicht geteilt (siehe weiter unten). Aber würde diese Annahme zutreffen, die ja dann für den fatalen Hergang des Abschusses von MH17 ursächlich gewesen wäre, dann würden folglich die Ukrainischen Militärs mindestens die selbe, wenn nicht die hauptsächliche Verantwortung für die Katastrophe tragen, wie die gemäß diesem Szenario beschuldigten Russen, weil die Ukrainischen Miltärs diese Katastrophe zumindestens billigend in Kauf genommen hätten, wenn nicht sogar bewusst provoziert hätten.

Selbst wenn man annehmen wollte, dass die Schlussfolgerungen von Correctiv zutreffend wären, dann wären diese Ergebnisse beim besten Willen nicht geeignet, den Russen die Schuld in die Schuhe zu schieben, sondern dann müsste ganz massiv nach der Frage nach der Verantwortung der Ukraine und ihrer westlichen Unterstützer einschließlich der Fluggesellschaften gestellt werden. Wer die Veröffentlichung von Correctiv gründlich liest, der mag gerne zu der Frage gelangen, ob es nicht eine bewusste durch die Ukraine initiierte Fehlleitung russischer Militärs gewesen sein könnte, die zum Abschuss von MH17 geführt hätte. Die Frage stünde also im Raum, ob die Ukraine das Ziel verfolgt haben könnte, MH17 durch eine bewusst initiierte List durch die ahnungslosen Russen abschießen zu lassen, um diesen die Schuld in die Schuhe schieben zu können.
Im milderen Falle, wäre diese Absicht nicht gegeben gewesen, könnte den Ukrainischen Militärs in keinem Fall der Vorwurf erspart bleiben, den Abschuss von MH17 durch Russen als Folge ihrer Strategie des Versteckens hinter Linienflugzeugen bewusst in Kauf genommen zu haben. auch in diesem milderen Falle wäre die Schuld der Ukraine an der Katastrophe eher größer, als die in diesem Szenario den Russen vorgeworfene Schuld.

Während aber weiterhin der Beweis für die Schuld der Russen am Abschuss von MH17 weiterhin nicht im Geringsten gegeben ist, ist die Nähe von ukrainischen Kampfflugzeugen zu MH17 zum Zeitpunkt der Katastrophe durch eine Reihe von Quellen belegt. Spanische Mitarbeiter der Flugüberwachung, die nach dem Unglück auf mysteriöse Weise verschwanden, hatten die Präsenz dieser Militärmaschinen bezeugt. Russland hatte auf seinen Radar-Aufzeichnungen die Präsenz einer Militärmaschine dokumentiert. Separatistische Kämpfer hatten bereits vor dem Unglück in Youtube-Videos berichtet, wie sich ukrainische Maschinen hinter Linienflugzeugen versteckt hatten.
Somit muss unabhängig von der Richtigkeit der Schlussfolgerungen von Correct eine gravierende Mitverantwortung der Ukraine an dem Unglück als sehr wahrscheinlich erachtet werden und die Rechercheergebnisse von Correct belasten die Ukraine in diesem Punkt auch unabhängig von den anderen Schlussfolgerungen zusätzlich.

In keinem Fall können die Schlussfolgerungen von Correct dazu verwendet werden, einseitig auf Russland als Schuldigen zu zeigen, oder die Katastrophe von MH17 weiterhin propagandistisch dazu zu verwenden, gegen Russland oder die Separatisten zu agieren. Wer so handelt, der handelt gegen die offensichtlich erkennbaren Fakten, ganz gleichgültig, ob die Schlussfolgerungen von Correct zutreffend sind, oder nicht und er handelt vor dem Hintergrund der Schwere der westlichen Reaktionen verbrecherisch, weil er der Vertiefung des kriegerischen Konfliktes entgegen den Fakten Vorschub leistet.

Wie plausibel sind die Schlussfolgerungen und die Analysen von Correct?

Für den “Schreibtischtäter” wie mich und vermutlich die meisten Leser dieses Beitrags bleibt eine Analyse der wahren Geschehnisse freilich weiterhin sehr schwierig und es soll an dieser Stelle in jedem Falle vermieden werden, eine eindeutige Antwort auf die Frage des Hergangs zu bieten. Es soll lediglich auf eine Reihe von Ungereimtheiten hingewiesen werden, die die von Correctiv beanspruchte “Dichtheit der Beweiskette” klar in Frage stellen.

– Herr Oberst a.D. Bernd Biedermann, der sich mit Flugabwehrsystemen selbst sehr gut auskennt, gibt auf Youtube eindrucksvolle Hinweise:
https://www.youtube.com/watch?v=fZtN1e0Ey4I
Das wesentliche Argument von Herrn Biedermann gegen die These eines Treffers durch eine Flugabwehrrakete allgemein besteht darin, dass eine derartige Rakete außerhalb des Flugzeugs explodieren würde und dass diese in zig tausende Splitter zerbersten würde, welche das Flugzeug relativ gleichmäßig verteilt über die gesamte Fläche treffen würden. Das tatsächliche Schadensbild hingegen, wie es aus Internetbildern bekannt ist, weist auf zwei isolierte Regionen von Splitter-Treffern, wie sie mit einer Explosion einer Rakete außerhalb der Boeing 777 nicht erklärbar gewesen wären. Auch die intensivste Perforierung der Cockpitseitenwand durch Projektile in beiden Richtungen (von außen nach innen UND von Innen nach außen) wäre eigentlich nur durch einen Treffer einer Bordkanone eines Kampfflugzeugs zu erklären, in keinem Fall durch einen Raketentreffer eine Boden-Luft-Rakete. Weiterhin würde ein Treffer eine Boden-Luftrakete quasi zwingend zum Brand des gesamten Flugzeugs unmittelbar nach dem Treffer führen, wohingegen die Maschine nach dem Treffer zerbarst und in Einzelteilen weitgehend unverbrannt auf dem Boden aufschlug. Viele Kleinteile waren nach dem Unglück weitgehend unversehrt erhalten geblieben, was nach dem Treffer einer Boden-Luft-Rakete laut Herrn Biedermann kaum möglich gewesen wäre.

– Eine weitere Quelle für sehr ähnliche Hinweise ist ein Artikel von Gunnar Jeschke mit ähnlicher Expertise: https://www.freitag.de/autoren/gunnar-jeschke/correct-v-korrigiert?seite=1
Jeschke moniert, dass die Hinweise in keinem Falle zweifelsfrei seien. An keiner Stelle am Boden seien eindeutige Hinweise auf die BUK-Systeme zu finden. Die Präsenz von Panzerspuren jedenfalls könne auch auf alle möglichen anderen Gefährte hinweisen. Auch die angeblich zwingende Verbindung von Panzerkolonnen zu diese begleitenden BUK-Systemen sei unseriös, da die bislang in den befreiten Gebieten gesichteten Panzer älteren Baudatums keinen zu einem BUK-System adäquaten Wert darstellen würden.

– Die Tatsächliche “Beweisführung” fußt auf Interviews mit einfachen Bürgern der Region, die aus verständlichen Grüßnden anonym bleiben wollen. Dieser Umstand führt jedoch dazu, dass die Überprüfbarkeit für die Leser und Experten nicht gegeben ist.

– Etwas mysteriös ist ferner die angeblich zweifelsfreie Darstellung des Ortes, an dem sich der Tieflader mit dem BUK-System aus dem vielzitierten Video befunden haben soll. Zwar ist im Hintergrund ein vergleichbares Plakat zu sehen. Aber die Rechercheure haben sich nicht die Mühe gemacht, die Perspektive ihrer Bilder annähernd mit der Perspektive abzugleichen, aus der heraus das Video gedreht worden war, auf welchem der Tieflader zu sehen gewesen war. Der unbedarfte Betrachter kann jedenfalls auf dem Foto außer besagter Autowerbung nicht den geringsten Anhaltspunkt für eine Übereinstimmung der Orte erkennen. Selbst der grüne Rand des Plakates erscheint auf den Fotos gegenüber dem Video unterschiedlich breit zu sein.
Schlichtweg falsch ist zudem die Behauptung, Russland hätte dieses Video zur Begründung seiner Versionen veröffentlicht. Richtig hingegen ist, dass dieses Video zuvor von anderer Seite als angeblicher Beweis veröffentlicht worden war, dass die Separatisten dieses System angeblich hektisch aus den befreiten Gebieten Richtung Russland abtransportiert hätten. Der Urheber dieses Videos hatte zu dem Video seinerzeit keinerlei Ortsangaben hinterlassen. Russland hatte dieses Video in einer Pressekonferenz aufgegriffen, um auf diesem Video darzulegen, dass dieses anhand einer Adressangabe auf dem Werbeplakat im Hintergrund einem Gebiet zuzuordnen gewesen wäre, welches zum Zeitpunkt der Katastrophe in Hand der Ukraine befindlich war. Dieser Sachverhalt wird von Correctiv Auf der Homepage von spiegel.de schlichtweg falsch wiedergegeben.

Sollten all diese Zweifel zutreffend sein, blieben demzufolge schwere Zweifel sogar an der Seriosität des “Recherchebüros Correctiv”.

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Die Veröffentlichung von Correctiv erfolgte offenkundig vor dem Hintergrund einerseits einer bislang von den Westmächten nicht erbrachten Begründung ungerechtfertigter Vorwürfe gegen Russland und die Separatisten und andererseits zur Rechtfertigung eines äußerst aggressiven Verhaltens des Westens in der Ukraine und gegenüber Russlands, welches Waffenlieferungen zum Einsatz gegen Zivilbevölkerung ebenso rechtfertigen soll, wie Wirtschaftssanktionen und sogar die Sperrung privater Konten russischer Staatsbürger.
Ein privates “Recherchebüro” kann angesichts des Versagens der westlichen Verantwortlichen diese Aufgabe der Rechtfertigung schon von Vornherein unmöglich übernehmen, weil es nicht in der Verantwortung steht, diese schwerwiegenden Handlungen zu rechtfertigen.

Die von Correctiv vorgebrachten Schlussfolgerungen belasten entgegen der vordergründigen Schlagrichtung die westlichen Mächte stärker, als dass dies rechtfertigen könnte, auf Russland oder die Rebellen mit dem Zeigefinger zu zeigen, ganz unabhängig von der Richtigkeit der Schlussfolgerungen

Die Recherchearbeiten und die Schlussfolgerungen von Correctiv weisen gravierende methodische und inhaltliche Mängel auf, so dass die angeblich zweifelsfrei aufgebrachten Thesen faktisch auf sehr wackeligem Boden fußen. Dem interessierten Beobachter scheinen die Summe der Hinweise weiterhin die westlichen Mächte und die Ukraine stärker zu belasten, als dass die Fakten auf eine primäre Schuld der Russen oder/und der Separatisten weisen würde. Insbesondere die ermittlerische Untätigkeit der westlichen Verantwortlichkeiten und das fortgesetzte Schweigen zu vielen bewusst verborgenen Fakten belastet den Westen schwer.

Für alle Bürger des Westens und für die verantwortlichen Politiker kann die Schlussfolgerung aus der gegenwärtigen Situation nur lauten, jegliche Unterstützung des Bürgerkriegs auf Seiten der Ukraine und jegliche Sanktionen gegen Russland umgehend zu beenden.
Es gibt keinen vernünftigen Grund für ein Engagement auf Seiten ukrainischer Faschisten, Oligarchen und Kriegstreiber. Der gegenwärtige westliche Kurs treibt die Welt in die Gefahr eines eskalierenden Konflikts zwischen den westlichen Mächten und Russland, der auch in einem Weltkrieg münden könnte. Für so ein Verhalten gibt es überhaupt keinen Grund.
Correctiv dient in dieser Situation offenkundig als Unterstützer zur Verschärfung dieses Konfliktes und macht sich damit mit verantwortlich für die zig tausenden von Toten im Bürgerkrieg in der Ukraine und eventuell auch für noch viel mehr Tote für den Fall, dass der Konflikt über die Grenzen der Ukraine hinaus eskalieren sollte.

Pegida und Antipegida

Die Islamismus-Gefahr

von Ulrich Sommer, www.friedenskalender.de

Pegida oder Antipegida

Die Kriege in der Ukraine, in Syrien, Irak und vielen weiteren Ländern mit Islamismus-Problem sind mittlerweile “Randthemen”. Jetzt geht es um den Erhalt der deutschen Kultur und darum, ob diese bewahrt werden kann, indem der gewaltverherrlichende Islamismus aus dieser eliminiert wird, oder in dem die Deutschen jegliche Verunglimpfung des Islam vermeiden und tolerant gegenüber allen Kulturen auftreten.

Wenn es gelungen ist, dass Linke, Grüne, Friedensbewegung und Gegner eines faschistoiden Islamismus sich vornehmlich gegenseitig attakieren, während in der Ukraine weiter ein vom Westen initiierter Krieg tobt und während gleichzeitig Saudi Arabien und Türkei einen faschistoiden Krieg gegen alle anderen Muslime und den Rest der Welt unterstützen, ungehindert und sogar unterstützt vom Westen –
– Dann haben die Mächtigen da etwas sehr geschickt eingefädelt. Alle sozialen, ökologischen und humanitären Bewegungen wurden unterwandert und/oder aufgehetzt, sich gegenseitig miteinander zu beschäftigen und sich gegenseitig ausgerechnet faschistoide Tendenzen vorzuwerfen, während die westlichen Staaten diese offen weltweit in extremer Form unterstützen, aber aus der Schusslinie herauskommen.

In dieser Schärfe entstand diese Debatte keineswegs, als in Lampedusa die reell existierende und in der Politik verankerte Fremdenfeindlichkeit sich in mörderischer Gewalt gegen tausende Flüchtlinge entlud, was von amtierenden Politikern so initiiert worden war und von den europäischen Völkern geduldet. Nein, sie entsteht just in dem Augenblick, in dem die Politik des Westens unter aktiver Beteiligung Deutschlands in der Ukraine und im Nahen Osten durch subtile und offene Unterstützung von faschistischen Terroristen Kriege initiiert und deren direkte Anfachung durch unsere Verbündeten Türkei und Saudi Arabien durch vollkommene Ignoranz und “Toleranz” geschehen lässt.

Ich habe bislang keine Pegida-Demonstration besucht, weil ich die Friedensmahnwachen für bedeutsamer und differenzierter erachte und weil ich tatsächlich unterstelle, dass auf diesen großen Kundgebungen viele rechtsradikale und rundweg fremdenfeindliche Teilnehmer und vermutlich auch Sprecher zu Worte kommen und ich kann daher kein fundiertes Bild von Pegida zeichnen.

Wie jedoch andererseits in der Presse und auch im Spektrum der klassischen Friedensbewegung, auch in der Mahnwachenbewegung und natürlich im linken Milieu mit Pegida verfahren wird, wie Pegida dargestellt wird und wie die durch Pegida aufgeworfenen Themen abgekanzelt werden, ist im größten Maße kontraproduktiv und dient nicht im Geringsten dem Frieden, eher ist diese Scheindebatte geeignet, eine weitere Spaltung in die deutsche Bevölkerung zu treiben und die Konflikte mit den Ausländern zu verschärfen. Das trifft leider auch auf die undifferenzierte Darstellung und den “Kampf” der “Anti-Pegida-Bewegung” zu.

Was will Pegida?

Diese 19 Punkte gibt Pegida auf seiner Homepage aus:
https://fbcdn-sphotos-h-a.akamaihd.net/hphotos-ak-xpf1/v/t1.0-9/10868039_831460333559058_8178603341051320248_n.jpg?oh=edefcb61f10c148b81e89111df3a90e0&oe=55351CF8&__gda__=1425784978_6727430f3930ff01ca883308c7087a64

Dass Pegida in Punkt 7 allen Ernstes eine Aufstockung der Polizei-Mittel fordert, deutet den rechten Charakter der Bewegung bereits an.

Punkt 8, welcher eine Ausschöpfung der bestehenden Gesetze zum Asylrecht fordert, darf vermutlich überwiegend so verstanden werden, dass eine härtere Gangart gegenüber Asylanten gefordert wird, was angesichts der bereits bestehenden Rechtslosigkeit von Asylanten an sich nicht auf einen menschenwürdigen Umgang mit selben schließen ließe. Andererseits gibt es unter den genannten Punkten keine Forderung nach schärferen Gesetzen, was diesem Punkt in geringem Maße die Härte nimmt, weil damit auch gesagt wird, dass die bestehenden Gesetze ausreichten.
Auch der Punkt 11 lässt auf eine geforderte abschiebungsfreundlichere Flüchtlingspolitik schließen, wobei Pegida ja den Schwerpunkt auf die Abschiebung im Zusammenhang mit Gewalttätigeit und Aufruf zur Gewalt legt.

Die Bezeichnung der PKK als “verfassungsfeindliche” Organisation kann als reichlich naiv betrachtet werden, angesichts der Tatsache, dass die PKK in den letzten Jahren ihren Friedenswillen mehrfach unter Beweis gestellt hat und dass die PKK die notwendige Vertretung eines ausgerechnet von türkischen Islamisten in übelstem Maße geschundenen Volk darstellt (http://www.heise.de/tp/artikel/43/43726/1.html). Die Kurden wären im Prinzip potentielle “Pegida”-Anwärter (“Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes”). In ihrer Forderung, eine Bewaffnung der Kurden zu unterlassen, stimme ich jedoch mit Pegida überein, wobei ich in diesem Atemzug fordere, umgehend die von den Türken geduldeten Waffenlieferungen der IS für den Kampf gegen die Kurden zu unterbinden. Das wäre den Kurden der größere Dienst, als die gleichzeitige Bewaffnung von IS und Kurden.

Wenn ich nichts übersehen habe, dann würde ich allerdings mit den übrigen Punkten von Pegida offen gesagt mehr oder teilweise weniger übereinstimmen.

In vielen anderen Punkten macht Pegida nämlich explizit klar, dass sie einen humanen Umgang mit Asylanten für erforderlich halten, dass sie Muslime in Deutschland tolerieren wollen (sofern sich diese integrieren wollten, was auch immer damit gemeint sei). Sie stehen für Religionsfreiheit ein. Der Hauptangriffspunkt von Pegida trifft die Islamisten, die Hassprediger, die Personen, die aus angeblich religiösen Gründen zum Krieg gegen alle “Ungläubigen” aufrufen. Und da treffen sie einen wirklich bedeutenden Punkt!
Und es ist aus meiner Sicht ein Skandal, dass in den Medien Pegida praktisch ausschließlich als rundum ausländerfeindlich dargestellt werden und dass die differenzierteren Ziele von Pegida der Öffentlichkeit unterschlagen werden.
Durch diese Darstellung wird einerseits eine bedeutsame Botschaft unterschlagen, was der Verpflichtung der Medien zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung widerspricht. Ferner wird den Ausländern, die wie ich nicht bei Pegida teilnehmen, das unbegründete oder in diesem Maße nicht begründete Gefühl vermittelt, in Deutschland mit einer breiten und allgemeinen Ausländerfeindlichkeit konfrontiert zu sein, was wiederum deren Feindseligkeit gegenüber den Deutschen steigern kann. Auch im rechten Milieu kann durch diese Einseitigkeit der Darstellung ein Sog zur allgemeinen denfeindlichkeit verstärkt werden.

Es gibt in Deutschland und in der “Westlichen Welt” tatsächlich eine den Islamismus stärkende Kraft

Hiermit kommen wir zu dem (hoffentlichen) Kernanliegen von Pegida, welches ich auch teile und welches ebenfalls zu teilen ich allen Bürgern und der Friedensbewegung nahe lege (gleichgültig, ob man sich auf Pegida bezieht oder sich von Pegida wegen ihrer Rechtslastigkeit distanziert): Es gibt in der westlichen Welt seit vielen Jahrzehnten eine gewaltbereite islamistische Szene und es gibt viele Quellen, die berichten, wie diese nicht nur trotz des Wissens um deren Gewaltbereitschaft geduldet wird, sondern teilweise sogar regelrecht hoffiert wird. Man mag zu Jürgen Elsässer stehen, wie man will. Aber er hat 2008 in seinem Buch “Terrorziel Europa” sehr fundiert recherchiert aufgezeigt, wie der islamistische Terror in Europa vielfach unter den sehenden Augen der Behörden und Geheimdienste und teilweise auch mit deren Unterstützung vorbereitet worden war.
Prominentestes Beispiel dieser Vorgänge war die bevorzugte Behandlung der Familie Bin Ladin im Umfeld der Terrorattentate um 9/11, obwohl es der Welt bekannt war, dass diese Familie zu den wichtigsten Finanziers des Al-Qaida-Terrors gehörte. Gleichwohl die Frage nach der tatsächlichen Verantwortung und dem Hergang bei der Sprengung der Twin-Towers und des World-Trade-Center-Gebäudes Nr. 7 ungeklärt sind, ist der terroristische Charakter der Al-Qaida-Kämpfer und -Terroristen, die in der westlichen Welt aktiv sind, nicht zu verhehlen.
Auch in Deutschland können sich viele Hass-Prediger des Islamismus frei bewegen und auch in Deutschland unterhält Saudi Arabien laut Spiegel-Meldungen aus dem Jahr 2002 (damals noch unter Augstein) mehrere extremistische wahabistische Missionierungszentren. Einen kurzen Überblick schafft Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Salafismus_in_Deutschland), wobei naheliegenderweise die vielfach berichtete Untätigkeit der Behörden nicht dramatisiert wird.

Ich persönlich halte die Entwicklung durchaus für beängstigend. Gegenwärtig stehen die meisten Muslime den Extremisten kritisch gegenüber und sind uns Deutschen friedlich gesonnen. Die rechtsradikale Gewalt übersteigt in Deutschland bislang eher die islamistische ausgeübte Gewalt. Aber in Krisenzeiten, bei steigender Verbreitung des extremistischen Islamismus, dem sich abzeichnenden Zusammenschluss arabischer Staaten in einem neuen “Osmanischen Reich” und bei steigender gefühlter Ablehnung durch Deutsche kann dieser Frieden kippen und die zahlreichen Muslime in Deutschland können zu einer ernsten Bedrohung werden.
Sich gegen diese Bedrohung zu wenden, explizit gegen die islamistischen Hassprediger und Anhänger der IS, ist ein legitimes und wichtiges Anliegen.

Welche Wirkung hat “Anti-Pegida” oder könnte sie haben?

Anti-Pegida-Aktionen können an dieser Stelle wenig positives bewirken, weil sie die wahrheitsgemäße Wahrnehmung der Ziele von Pegida ebenso ausblenden, wie sie von den berechtigten Zielen von Pegida ablenken. Sie können den Ausländern schwer das Gefühl vermitteln, einen Schutz vor Rechtsradikalen zu gewähren und sie stärken die Spaltung der Gesellschaft.
Richtiger und hilfreicher wäre es, Pegida auf die richtigen Kernziele (Einsatz ausschließlich gegen den gewaltbereiten extremistischen Islamismus) zu verpflichten und jeglicher allgemeinen Ausländerfeindlichkeit entgegen zu treten, also auch auf die Gefährlichkeit des rechten Randes von Pegida zu verweisen.

Es steht jedoch die Frage im Raum, ob ein Einsatz zig-tausender Demonstranten gegen die vermutete (und teilweise vermutlich auch gegebene) Ausländerfeindlichkeit von Pegida wirklich lohnt oder geboten ist. Sind nicht gegenwärtig andere Probleme bedeutender? Schließlich haben wir weltweit Krieg und schließlich ermorden nicht Pegida-Anhänger Flüchtlinge, sondern Frontex tut dies gegenwärtig in unserem Namen (und Pegida distanziert sich sogar von diesen Verbrechen).

Ein Schulterschluss von kultivierten Moslems und Europäern ist das Gebot der Stunde

Ganz allgemein ist eine Verhärtung der Menschen in der Welt zu beobachten. Dies betrifft die Kriege, das soziale Klima, die zunehmende Not der Armen, künstlich geschaffene Krisen und Konflikte und eine dadurch zunehmende Radikalisierung von Menschen.
Die Urheber dieser Entwicklung sind nicht nur die gewöhnlichen Bürger, die den ausufernden Lebenswandel der reichen Länder mit machen und unkritisch gegenüber Strömungen sind, sondern diese Entwicklungen werden durch Think-Tanks, durch Politiker und Medien bestärkt, wenn nicht gar geschaffen.
Die Islamismus-Debatte ist ein typisches Beispiel dafür, wie Bürger verschiedenster mentaler, religiöser und ethnischer Herkunft gegeneinander aufgehetzt werden und sich gegenseitig bekämpfen, statt die wahren Initiatoren dieser Konflikte zu erkennen, sich gegen die Anstiftung zum Konflikt abzugrenzen und eine Beendigung der Zerstörung durch die Mächtigen anzumahnen oder zu organisieren.

Tatsächlich sind ja die Muslime in der Welt mit die durch den Islamismus-Terror am stärksten Geschädigten. Da zu erkennen ist, dass dieser Terror seit Jahrzehnten maßgeblich durch westliche Mächte, Geheimdienste und Think-Tanks geschürt wird, hätten wir eigentlich einen gemeinsamen Gegner. In dieser Situation ist ein offener Dialog und insbesondere der Dialog mit den Muslimen Europas eine enorm wichtige Voraussetzung für den Frieden.

Wer heute auf den Friedensmahnwachen für eine Beendigung des Schürens von Konflikten in der Welt eintritt, leistet hingegen einen klareren Einsatz für den Frieden und wendet sich in stärkerem Maße an die “Adressaten”.

http://endlich-montag.org/mahnwachen-ubersicht/stadt/

Syrien / Irak: Die USA “löschen” Feuer mit Öl

von Ulrich Sommer; Quelle: www.montagsdemonstrationen.org

Ausgerechnet in Saudi Arabien sollen so genannte “gemäßigte Rebellen” zum gleichzeitigen Kampf gegen IS und gegen Assad ausgebildet und gerüstet werden.

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42854/1.html

Aber wer sollen diese “gemäßigte Rebellen” sein, wenn nicht wieder Islamisten? Und Saudi Arabien ist seit langem neben der Türkei und Katar als wichtigster Unterstützer von IS bekannt. Man muss sich daher sehr ernsthaft die Frage stellen, ob die USA mit dieser Maßnahme nicht am Ende IS stärken.

Schließlich waren es ja bereits von Anfang an, spätestens im Jahre 2013, die USA, die Al-Qaida-Terroristen gegen Assad mit Waffen ausstatteten. Jawohl, die selbe Al-Qaida, die im Jahr 2001 als Rechtfertigung für einen Angriffskrieg gegen Afghanistan herhalten musste, und die bereits Jahrzehnte zuvor von den USA in Afghanistan gegen die Russen und später gegen die Mudschaheddin hoch gerüstet worden waren, um Afghanistan in einen nicht mehr enden wollenden Krieg zu verwickeln.

Siehe auch das Thema Syrien/Irak auf diesem Blog

Und Al-Qaida ging nach der US-amerikanischen Unterstützung nun teilweise in ISIL auf und wandelte sich, welch Wunder, zur grausamsten Terrortruppe, die die Welt je gesehen hat.

Und im nächsten Schritt werden ganz offen sichtbar wieder Islamisten und Feinde der Syrischen Regierung mit Ausbildung und Waffen versehen?

Nebenbei dürfen wir lesen, dass die Türkei die IS mit Munition beliefert, die Terroristen frei über die Grenze lässt, wohingegen die Flüchtlinge, die zu hunderttausenden einem Gemetzel ins Auge blicken, an der Grenze militärisch zurückweist? USA und andere NATO-Staaten halten ein deutliches Wort an die Türkei nicht für erforderlich?

Und wir müssen feststellen, dass die USA es im Gegensatz zu Russland nicht im geringsten für nötig befinden, die Geldströme von Saudi Arabien und Katar zu untersuchen und gegebenenfalls Konten zu sperren, von denen Terroristen finanziert werden?

Und dann lesen wir wieder in der Zeitung, dass aus überraschenden Gründen alles leider noch schlimmer geworden war?

All dieses Informationen weisen auf ein noch schrecklicheres Inferno in naher Zukunft hin, obwohl der Westen ohne weiteres die Mittel hätte, dieses umgehend zu bändigen – und zwar auch ohne Bombardements und Waffenlieferungen, alleine durch Abschneiden der Zufuhr von Waffen und Geld an die Mörder und durch Unterbindung der Ölgeschäfte, mit welchen diese ihr Morden finanzieren.

Es wird wirklich Zeit, dass die Weltöffentlichkeit diesen offen sichtbaren Betrug nicht mehr schluckt und das Verbrechen an der Menschheit offen anklagt und sich mit aller Kraft dagegen verwehrt.

Giralgeld

von Ulrich Sommer; Quelle: www.montagsdemonstrationen.org

Die wenigsten Menschen in den westlichen Ländern wissen, wer das Geld “druckt” mit dem unsere gesamte Wirtschaft arbeitet und welches wir täglich verwenden.

Die landläufige Annahme (und nichts anderes wurde uns in der Regel erzählt) besagt, dass die jeweilige Zentralbank das Geld “druckt” bzw. elektronisch ausgibt.

Die jeweilige Notenpresse “druckt” bzw. gibt jedoch nur in der Größenordnung von 10% des im Umlauf befindlichen Geldes aus. Die restlichen ungefähr 90% des im Umlauf befindlichen Geldes werden von Banken geschaffen, sobald diese Darlehen ausgeben. Das heißt, dass Banken jedem Bürger, jedem Unternehmen, aber auch dem Staat Geld verleihen dürfen, welches sie zuvor nicht besessen haben, welches zuvor nicht existiert hat.

Die Banken verleihen Geld, welches ihnen nur zu 3% gehört und
verlangen Zinsen auf die restlichen 97% Geld, welches sie legal
“in ihrem Keller drucken” dürfen.
90% des im Umlauf befindlichen Geldes  werden so geschöpft.

Wir dürfen nur dafür, dass wir Geld benutzen, welches die Banken aus
dem Nichts zaubern durften, jährlich irgendwas um die 5-10% dieses
benutzten Geldes an die Banker abführen.

Die Abschaffung dieses untragbaren Zustandes fordern die Schweizer
gerade in ihrer Vollgeldinitiative:

http://www.heise.de/tp/news/Schweizer-wollen-Banken-verbieten-Geld-aus-dem-Nichts-zu-schaffen-2217309.html

Und dies ist das einzig notwendige und vernünftige, was wir heute
fordern müssen. Nur eine staatliche Zentralbank darf zum Vorteil des
Staates noch Geld ausgeben. Sie darf sogar Geld ausgeben, welches
explizit zum Schulden-Tilgen verwendet werden soll. Da dieses Geld
nach der Tilgung gesetzeskonform erlischt bzw. annulliert wird, wird
durch diese Art Geld zu drucken die Geldmenge nicht gemehrt.

Oder wollen wir weiter zusehen, wie die Bankiers uns fürs pure
Nutzen von Geld, welches diese nie besaßen, jährlich hohe Zinsen
abziehen?

Ein paar weitere Links zum Thema:

Das Deutschlandradio erklärt die Giralgeldproblematik
www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1968379

Prof. Dr. Josef Huber zum Thema Vollgeld
https://www.youtube.com/watch?v=0vOy3f6LdZo

Anschauliche Erklärung des Giralgeldproblems durch Paul Grignon anhand von Animationen
www.youtube.com/watch?v=y9HXtcYpsFk&feature=fvsr

Schreyer erklärt auf Telepolis die Giralgeldproblematik
www.heise.de/tp/artikel/36/36097/1.html

Das Handelsblatt erklärt die Giralgeldproblematik
www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/essay-es-werde-geld-es-werde-krise/3205596.html

Prof. Dr. Josef Huber im Interview auf Heise
www.heise.de/tp/artikel/37/37703/1.html

 

Kurze Zusammenfassung Ukraine

von Ulrich Sommer; Quelle: www.montagsdemonstrationen.org

Die Ukraine wurde in einem von langer Hand vorbereiteten faschistischen Staatsstreich durch westliche Staaten vereinnahmt.
Russland unterstützte die Krim bei der vollkommen unblutigen Loslösung von der Ukraine Die Bevölkerung der Krim steht weitgehend hinter der Loslösung.

Die Ukraine führt mit westlicher Hilfe einen blutigen Krieg gegen die Bevölkerung der östlichen Gebiete der Ukraine.
Unterstützung der Separatisten durch Russland kann vermutet werden, Beweise hierfür wurden bislang nicht geliefert. Von einer “Steuerung” der Separatisten kann keine Rede sein, Russland drängt auf Verhandlungen und verweigert den Separatisten weitere Hilfe.
Die Motivation zur Loslösung wurde von Anfang an durch feindseliges und unnachgiebiges Verhalten aus Kiew gestärkt. Nach dem Beginn der Kämpfe besteht bei der Bevölkerung kein Interesse mehr am Verbleib in der Ukraine. Ein Friede zwischen Kiew und den Östlichen Gebieten ist kaum mehr möglich.

Der Westen bezeichnet Russland als Aggressor und heizt den Konflikt mit aller Macht an, beispielsweise mit Sanktionen, die aber eigentlich die Unterbindung von Europäisch-Russischen Wirtschaftsbeziehungen zugunsten einer stärkeren Macht der USA zum Ziel haben.

Die im Folgenden eingefügten Links stellen die wertvollsten Quellen dar, die im Laufe der Recherchen durch den Autor gefunden wurden.

Der Umsturz hat eine Vorgeschichte:

Die USA pflegen seit dem 2. Weltkrieg beste Beziehungen zu den selben faschistischen Gruppen, die bereits Hitler den Weg gen Russland ebneten. In den letzten Jahren flossen 5 Milliarden Dollar in die subversive Unterstützung “demokratischer Gruppen” in der Ukraine, Wie “Fuck-EU”-US-Vertreterin Viktoria Nuland bestätigte.
Die Bundesregierung zeigte sich im Vorfeld des Umsturzes in der Ukraine an Seite der faschistischen Gruppen und stützte diese mit verschiedensten Netzwerken Deutschlands gegen die gewählte Regierung. Selbst die Grünen gingen auf Tuchfühlung mit den rechtsradikalen Gruppen und lassen keine Gelegenheit zur Verschärfung des Konflikts aus. Hintergrund ist der gewaltige Druck, den der Westen gegenüber der Ukraine zur völligen Aufgabe pro-russischer Beziehungen ausübte. Am 24.02.2014 ist Janukowich geflohen, der wegen der Morde im Umfeld der Proteste immer stärker unter Druck geriet. Bis heute sind die Morde unaufgeklärt und Aufklärungswillen ist in der Ukraine nicht erkennbar.
Die aktuelle Regierung setzt sich aus den selben Oligarchen zusammen, die zuvor Janukovich vertrat. Eine Verbesserung für die Bevölkerung ist nicht zu erwarten, zumal die durch den Umsturz verursachten Kosten als Kredite auf der ukrainischen Bevölkerung lasten.

Wer immer noch Zweifel an an der faschistischen und gewalttätigen Stimmung der “Demokratischen Bewegung” in der Ukraine hat, für den Hat Stefan Korinth auf Telepolis einige diesbezügliche Informationen bereit gestellt.

Der Absturz der MH17

Russland liefert erdrückende Hinweise auf einen Abschuss durch die Kiewer Seite.
Eine Entwendung eines BUK M1-Systems durch Separatisten wird vom ukrainischen Staatsantwalt Jarema bestritten.

Von westlicher Seite gibt es bis heute nicht das geringste brauchbare Material (Siehe auch Fragen der Russen am Ende dieser Seite) im Sinne von Indizien für eine russische Mitschuld.

Für die großen westlichen Medien steht der schuldige fest, sie machen sich nicht einmal die Mühe, gegen die gerade aufgelisteten erdrückenden Hinweise zu argumentieren. Sie rufen offen zum Kampf gegen Russland auf und arbeiten so der Ausweitung des Krieges auf eine direkte Ost-West-Konfrontation mit den entsprechenden Folgen zu.

Die Medien und die Autoren machen sich somit der Kriegsverbrechen an der ost-ukrainischen Bevölkerung mit schuldig, die mit unseren Steuergeldern mit finanziert oder zumindest unterstützt werden.

Es ist momentan für “einfache Bürger” ebenso wie für Journalisten und Politiker kaum möglich, die Wahrheit hinter dem Flugzeugabsturz zu erkunden und wir müssen auf Überraschungen in der Zukunft gefasst sein. Aber gerade deswegen ist es nicht zulässig, die Schuld gegenwärtig auf Russland zu schieben (mit entsprechenden gefährlichen Konsequenzen der Konfliktverschärfung), weil die Hinweise derzeit eher in die andere Richtung weisen. Kein Vertreter der Medien oder der Politik aus dem Westen äußert sich über die notwendigen Maßnahmen für den Fall, dass tatsächlich die Ukraine das Flugzeug abgeschossen hätte. Wäre in diesem Fall der sofortige Rückzug des Westens und der Abbruch jeglicher ukrainischer Unterstützungsleistungen die logische Folge? Eigentlich schon, eigentlich natürlich bereits vor dem Unglück, aber das wurde an anderer Stelle bereits begründet. Die deutsche Regierung käme vermutlich in keinem Fall auf derartige Ideen, ebenso wenig wie Vertreter der USA.

Die Medien, die in dieser Art unsachlich, unverantwortlich und verbrecherisch handeln, disqualifizieren sich vollkommen als Informationsquelle. Schließlich dient das Agieren der Presse als “Feuerschutz” für einen blutigen Eroberungskrieg gegen den verbleibenden Osten der Ukraine, dessen Bevölkerung nun sicherlich kein enthusiastisches Interesse an einem Verbleib in der Ukraine mehr hat. Es klebt somit an der offenkundigen Propaganda der Medien reelles Blut. Dass die Agitation gegen Russland zudem von den blutigen und ebenfalls westlich zu verantwortenden Kriegen im Gaza-Streifen, im Irak und in Syrien ablenken und dass die Medien deren zahllosen Opfern keinerlei Aufmerksamkeit beimessen ist Teil des Verbrechens.

Der Westen hat vermutlich nach 9/11 und den Lügen zur Initiierung des Irak-Kriegs so wie des Afghanistankriegs kaum mehr ein derartiges konzertiertes Lügen-Medien-Spektakel mehr erlebt. Es muss ein martialischer Druck auf den Politikern und Medienvertretern liegen, so zu handeln, was aber keinen Schreiber und Chefredakteur von seiner Verantwortung für die angerichteten Schäden entbindet.

Es liegt nun auch in Verantwortung der Bürger, Abonnements abzubestellen, den Fernseher auszuschalten und sich nach alternativen Informationskanälen umzusehen.

Fragen der Russen zum Abschuss von MH17

1. Die Machthaber der Ukraine nannten sofort die Volksmilizen als Schuldige der Tragödie. Auf welcher Grundlage basieren diese Schlussfolgerungen?

2. Kann das offizielle Kiew alle Einzelheiten des Einsatzes des Flugabwehrraketensystems «Buk» im Gebiet der Kampfhandlungen mitteilen? Das Wichtigste – warum sind diese Systeme dort stationiert, da die Volksmilizen doch keine Flugzeuge haben?

3. Was sind die Gründe für die Untätigkeit der ukrainischen Behörden zur Einrichtung einer internationalen Kommission? Wann wird eine solche Kommission zu arbeiten beginnen?

4. Sind die Vertreter der Streitkräfte der Ukraine dazu bereit, internationalen Experten Dokumente der Bestandsführung für Luft-Luft-Raketen und Boden-Luft-Raketen sowie für Luftabwehrraketensysteme vorzulegen?

5. Werden die Daten der Kontrolleinrichtungen für die Luftraumbewegungen der Flugzeuge der ukrainischen Luftwaffe am Tag der Tragödie der internationalen Kommission vorgelegt werden?

6. Warum ließ die ukrainische Luftraumüberwachung eine Abweichung von der Flugroute des Flugzeugs nach Norden in Richtung der «Zone für die Antiterroroperation» zu?

7. Warum wurde für Zivilflugzeuge der Luftraum über der Zone der Kampfhandlungen nicht völlig gesperrt, umso mehr als es in diesem Gebiet keine lückenlose Radarnavigation gibt?

8. Kann das offizielle Kiew die Mitteilungen in den sozialen Netzen kommentieren, die angeblich von einem in der Ukraine arbeitenden spanischen Mitarbeiter der Flugsicherung stammen, dass die über dem Territorium der Ukraine abgeschossene «Boeing» von zwei ukrainischen Kriegsflugzeugen begleitet wurde?

9. Warum begann der Sicherheitsdienst der Ukraine ohne internationale Vertreter die Arbeit mit den Gesprächsaufzeichnungen zwischen der ukrainischen Flugsicherung und der «Boeing»-Besatzung sowie mit den Daten der ukrainischen Radaranlagen?

10. Wie wurden die Lehren aus der vorhergehenden analogen Katastrophe mit der russischen Tu-154 im Jahr 2001 über dem Schwarzen Meer berücksichtigt? Damals bestritt die politische Führung bis zur letzten Minute die Beteiligung der Streitkräfte des Landes an dieser Tragödie, bis unwiderlegbare Beweise die Schuld des offiziellen Kiews zum Vorschein brachten.

Leider folgte bis jetzt noch keinerlei Reaktion der Ukraine auf die angeführten Fragen.

Die Angebliche Beteiligung russischer Truppen

Bei der immer wieder beschworenen Beteiligung russischer Truppen verhält es sich in gleicher Weise. Es gibt nicht einmal diesbezügliche Aussagen offizieller Organe zu diesen Behauptungen, beispielsweise von CIA oder Nato. Im Gegenteil beteuern selbst Nato-Vertreter, dass solche Beweise nicht existierten. Dafür Muss ausgerechnet Amnesty International, unterstützt mit windigen Satellitenbildern eines kommerziellen Bilderhändlers den “Beweis” russischer Unterstützung antreten.

Medien, die diese Aussagen ungeprüft übernehmen und daraufhin zum “entschlossenen Verhalten gegen Russlaud” aufrufen, handeln unverantwortlich und verbrecherisch. Sie machen sich mitverantwortlich am Morden in der Ukraine.

Wesentliche Informationen zu Syrien / Irak

 

von Ulrich Sommer; Quelle: www.montagsdemonstrationen.org

ISIS oder IS, wie sie sich heute nennen (“Islamischer Staat”) ist eine sunnitische Rebellenbewegung, die innerhalb kürzester Zeit große Gebiete in Syrien und im Irak erobert hatten und die mit größter Grausamkeit gegen nicht-sunnitische Bevölkerungsteile vorgeht, bzw. deren Konvertierung erzwingt. ISIS zeigt im Internet bewusst Videos ihres brutalen Vorgehens gegen wehrlose, um Angst und Schrecken zu verbreiten.

Der Eroberungszug der ISIS begann in Syrien und wurde initial verhalten von den USA und offen von Saudi Arabien und unterstützt:
http://www.heise.de/tp/artikel/39/39667/1.html
http://www.heise.de/tp/artikel/39/39332/1.html

Die Türkei hat den Kampf von Al-Qaida und ISIS bereits seit Jahren unterstützt. Sie lässt (eventuell sogar bis heute) die Kämpfer mit Material ungehindert die türkisch-syrische Grenze passieren:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/isis-im-irak-wie-sich-die-tuerkei-bei-der-terrorgruppe-verschaetzte-a-975032.html
Die Kämpfer fanden in der Türkei auch Zuflucht, wenn sie kurzfristig vor den Regierungstruppen zurückweichen mussten.

Der Kampf der Türkei gegen die syrische Regierung ging sogar so weit, dass eine False-Flag-Operation mit Giftgsaeinsatz vermutet wird (Seymour Hersh):
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41467/1.html
Gleichwohl über die Aussagen Hershs noch Uneinigkeit besteht, haben eventuell seine Enthüllungen doch einen raschen direkten Angriff westlicher Staaten auf Syrien vorerst abwenden können.

Gleichzeitig haben sich die Kurden die von ihnen überwiegend besiedelten Gebiete in Syrien und Irak erobert und unter Selbstverwaltung gestellt. Diese Entwicklung wird von großen Teilen der Erde weniger mit Sorgen beobachtet, zumal die Kurden offenbar keine weiteren Landgewinne erzielen wollen. Lediglich die Türkei reagiert misstrauisch, da auch in der Türkei Kurdengebiete liegen, die ähnliche Ziele verfolgen könnten.

Gegenwärtig (11.08.2014) hat IS große Teile von Syrien und vom Irak erobert und verkündet das Ziel, den gesamten Maschrek bis Europa hin zu erobern:
http://www.heise.de/tp/artikel/42/42198/1.html
Die USA haben darauf hin begonnen, Drohnenangriffe gegen IS zu fliegen, wobei aufgrund der Stärke von IS mit keinem kurzfristigem “Erfolg” der Zurückdrängung von IS zu rechnen ist.

Al-Quaida hat zeitweise gemeinsam mit ISIS gekämpft, sich später von ISIS abgewendet. Faktisch hat der Westen die selben Rebellen unterstützt, wegen derer zuvor Afghanistan in Schutt und Asche gebombt worden war und bis heute in faktisch kriegsähnlichem Zustand verharrt. Der gegenwärtige (11.08.2014) Zustand besteht darin, dass die USA erneut mit Drohnen gegen die extremistischen Islamisten vorgeht, die unmittelbar zuvor von den USA unterstützt worden waren, die selbst gegenwärtig noch vom engsten Freund der USA und der eigentlichen “Wiege des Terrorismus”, Saudi Arabien, bis heute unterstützt werden und die ebenfalls bis heute von Nato-Mitglied Türkei unterstützt werden.

Es ist schändlich, dass die USA erneut Krieg führen, ohne die Maßnahmen zu treffen, die dem Kriegsgegner den Support für Geld und Rüstung abschneiden könnten. Letzterer Schritt wäre das heute unmittelbare und dringende Handlungsgebot.

der renommierte Journalist Seimour M. Hersh hat auf seinem Blog die wichtigsten Stationen der desaströsen Entwicklung in Syrien / Irak zusammengefasst. Der Artikel ist englisch und sehr lang, aber für den Interessierten ein Muss. Er enthält eine Reihe von skandalösen Enthüllungen, die weltweit Beachtung fanden:
http://www.lrb.co.uk/v36/n08/seymour-m-hersh/the-red-line-and-the-rat-line

 

Wesentliche Informationen über die Ukraine

Der folgende Text von Ulrich Sommer wurde mit freundlicher Genehmigung von www.montagsdemonstrationen.org entnommen.

Die Ukraine wurde in einem von langer Hand vorbereiteten faschistischen Staatsstreich durch westliche Staaten vereinnahmt.
Russland unterstützte die Krim bei der vollkommen unblutigen Loslösung von der Ukraine Die Bevölkerung der Krim steht weitgehend hinter der Loslösung.

Die Ukraine führt mit westlicher Hilfe einen blutigen Krieg gegen die Bevölkerung der östlichen Gebiete der Ukraine.
Unterstützung der Separatisten durch Russland kann vermutet werden, Beweise hierfür wurden bislang nicht geliefert.
Die Motivation zur Loslösung wurde von Anfang an durch feindseliges und unnachgiebiges Verhalten aus Kiew gestärkt. Nach dem Beginn der Kämpfe besteht bei der Bevölkerung kein Interesse mehr am Verbleib in der Ukraine. Ein Friede zwischen Kiew und den Östlichen Gebieten ist kaum mehr möglich.

Der Westen bezeichnet Russland als Aggressor und heizt den Konflikt mit aller Macht an, beispielsweise mit Sanktionen, die aber eigentlich die Unterbindung von Europäisch-Russischen Wirtschaftsbeziehungen zugunsten einer stärkeren Macht der USA zum Ziel haben.

Die im Folgenden eingefügten Links stellen die wertvollsten Quellen dar, die im Laufe der Recherchen durch den Autor gefunden wurden.

Der Umsturz hat eine Vorgeschichte:

Die USA pflegen seit dem 2. Weltkrieg beste Beziehungen zu den selben faschistischen Gruppen, die bereits Hitler den Weg gen Russland ebneten. In den letzten Jahren flossen 5 Milliarden Dollar in die subversive Unterstützung “demokratischer Gruppen” in der Ukraine, Wie “Fuck-EU”-US-Vertreterin Viktoria Nuland bestätigte.
Die Bundesregierung zeigte sich im Vorfeld des Umsturzes in der Ukraine an Seite der faschistischen Gruppen und stützte diese mit verschiedensten Netzwerken Deutschlands gegen die gewählte Regierung. Selbst die Grünen gingen auf Tuchfühlung mit den rechtsradikalen Gruppen und lassen keine Gelegenheit zur Verschärfung des Konflikts aus. Hintergrund ist der gewaltige Druck, den der Westen gegenüber der Ukraine zur völligen Aufgabe pro-russischer Beziehungen ausübte. Am 24.02.2014 ist Janukowich geflohen, der wegen der Morde im Umfeld der Proteste immer stärker unter Druck geriet. Bis heute sind die Morde unaufgeklärt und Aufklärungswillen ist in der Ukraine nicht erkennbar.
Die aktuelle Regierung setzt sich aus den selben Oligarchen zusammen, die zuvor Janukovich vertrat. Eine Verbesserung für die Bevölkerung ist nicht zu erwarten, zumal die durch den Umsturz verursachten Kosten als Kredite auf der ukrainischen Bevölkerung lasten.

Wer immer noch Zweifel an an der faschistischen und gewalttätigen Stimmung der “Demokratischen Bewegung” in der Ukraine hat, für den Hat Stefan Korinth auf Telepolis einige diesbezügliche Informationen bereit gestellt.

Der Absturz der MH17

Russland liefert erdrückende Hinweise auf einen Abschuss durch die Kiewer Seite.
Eine Entwendung eines BUK M1-Systems durch Separatisten wird vom ukrainischen Staatsantwalt Jarema bestritten.

Von westlicher Seite gibt es bis heute nicht das geringste brauchbare Material (Siehe auch Fragen der Russen am Ende dieser Seite) im Sinne von Indizien für eine russische Mitschuld.

Für die großen westlichen Medien steht der schuldige fest, sie machen sich nicht einmal die Mühe, gegen die gerade aufgelisteten erdrückenden Hinweise zu argumentieren. Sie rufen offen zum Kampf gegen Russland auf und arbeiten so der Ausweitung des Krieges auf eine direkte Ost-West-Konfrontation mit den entsprechenden Folgen zu.

Die Medien und die Autoren machen sich somit der Kriegsverbrechen an der ost-ukrainischen Bevölkerung mit schuldig, die mit unseren Steuergeldern mit finanziert oder zumindest unterstützt werden.

Es ist momentan für “einfache Bürger” ebenso wie für Journalisten und Politiker kaum möglich, die Wahrheit hinter dem Flugzeugabsturz zu erkunden und wir müssen auf Überraschungen in der Zukunft gefasst sein. Aber gerade deswegen ist es nicht zulässig, die Schuld gegenwärtig auf Russland zu schieben (mit entsprechenden gefährlichen Konsequenzen der Konfliktverschärfung), weil die Hinweise derzeit eher in die andere Richtung weisen. Kein Vertreter der Medien oder der Politik aus dem Westen äußert sich über die notwendigen Maßnahmen für den Fall, dass tatsächlich die Ukraine das Flugzeug abgeschossen hätte. Wäre in diesem Fall der sofortige Rückzug des Westens und der Abbruch jeglicher ukrainischer Unterstützungsleistungen die logische Folge? Eigentlich schon, eigentlich natürlich bereits vor dem Unglück, aber das wurde an anderer Stelle bereits begründet. Die deutsche Regierung käme vermutlich in keinem Fall auf derartige Ideen, ebenso wenig wie Vertreter der USA.

Die Medien, die in dieser Art unsachlich, unverantwortlich und verbrecherisch handeln, disqualifizieren sich vollkommen als Informationsquelle. Schließlich dient das Agieren der Presse als “Feuerschutz” für einen blutigen Eroberungskrieg gegen den verbleibenden Osten der Ukraine, dessen Bevölkerung nun sicherlich kein enthusiastisches Interesse an einem Verbleib in der Ukraine mehr hat. Es klebt somit an der offenkundigen Propaganda der Medien reelles Blut. Dass die Agitation gegen Russland zudem von den blutigen und ebenfalls westlich zu verantwortenden Kriegen im Gaza-Streifen, im Irak und in Syrien ablenken und dass die Medien deren zahllosen Opfern keinerlei Aufmerksamkeit beimessen ist Teil des Verbrechens.

Der Westen hat vermutlich nach 9/11 und den Lügen zur Initiierung des Irak-Kriegs so wie des Afghanistankriegs kaum mehr ein derartiges konzertiertes Lügen-Medien-Spektakel mehr erlebt. Es muss ein martialischer Druck auf den Politikern und Medienvertretern liegen, so zu handeln, was aber keinen Schreiber und Chefredakteur von seiner Verantwortung für die angerichteten Schäden entbindet.

Es liegt nun auch in Verantwortung der Bürger, Abonnements abzubestellen, den Fernseher auszuschalten und sich nach alternativen Informationskanälen umzusehen.

Fragen der Russen zum Abschuss von MH17

1. Die Machthaber der Ukraine nannten sofort die Volksmilizen als Schuldige der Tragödie. Auf welcher Grundlage basieren diese Schlussfolgerungen?

2. Kann das offizielle Kiew alle Einzelheiten des Einsatzes des Flugabwehrraketensystems «Buk» im Gebiet der Kampfhandlungen mitteilen? Das Wichtigste – warum sind diese Systeme dort stationiert, da die Volksmilizen doch keine Flugzeuge haben?

3. Was sind die Gründe für die Untätigkeit der ukrainischen Behörden zur Einrichtung einer internationalen Kommission? Wann wird eine solche Kommission zu arbeiten beginnen?

4. Sind die Vertreter der Streitkräfte der Ukraine dazu bereit, internationalen Experten Dokumente der Bestandsführung für Luft-Luft-Raketen und Boden-Luft-Raketen sowie für Luftabwehrraketensysteme vorzulegen?

5. Werden die Daten der Kontrolleinrichtungen für die Luftraumbewegungen der Flugzeuge der ukrainischen Luftwaffe am Tag der Tragödie der internationalen Kommission vorgelegt werden?

6. Warum ließ die ukrainische Luftraumüberwachung eine Abweichung von der Flugroute des Flugzeugs nach Norden in Richtung der «Zone für die Antiterroroperation» zu?

7. Warum wurde für Zivilflugzeuge der Luftraum über der Zone der Kampfhandlungen nicht völlig gesperrt, umso mehr als es in diesem Gebiet keine lückenlose Radarnavigation gibt?

8. Kann das offizielle Kiew die Mitteilungen in den sozialen Netzen kommentieren, die angeblich von einem in der Ukraine arbeitenden spanischen Mitarbeiter der Flugsicherung stammen, dass die über dem Territorium der Ukraine abgeschossene «Boeing» von zwei ukrainischen Kriegsflugzeugen begleitet wurde?

9. Warum begann der Sicherheitsdienst der Ukraine ohne internationale Vertreter die Arbeit mit den Gesprächsaufzeichnungen zwischen der ukrainischen Flugsicherung und der «Boeing»-Besatzung sowie mit den Daten der ukrainischen Radaranlagen?

10. Wie wurden die Lehren aus der vorhergehenden analogen Katastrophe mit der russischen Tu-154 im Jahr 2001 über dem Schwarzen Meer berücksichtigt? Damals bestritt die politische Führung bis zur letzten Minute die Beteiligung der Streitkräfte des Landes an dieser Tragödie, bis unwiderlegbare Beweise die Schuld des offiziellen Kiews zum Vorschein brachten.

Leider folgte bis jetzt noch keinerlei Reaktion der Ukraine auf die angeführten Fragen.